Wednesday, 8. February 2012
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Risikoschwangerschaft & Frühgeburt PDF Drucken E-Mail
Wann sprechen Ärzte von einer Frühgeburt ?
 
Von einer Frühgeburt spricht man, wenn die Geburt vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche (SSW) erfolgt (Frühgeburt). In aller Regel liegt das Geburtsgewicht dann auch unter 2500 g (Mangelgeburt). Üblich ist eine Schwangerschaftsdauer von 40 Wochen (280 Tage gerechnet vom letzten Tag der Regelblutung) und ein Geburtsgewicht von ca. 3200 g. 
 
Über eine zunehmende Häufung von Frühgeburten in den letzten Jahrzehnten existieren unterschiedliche Angaben. Fest steht jedoch, dass Frühgeburten mit zunehmendem medizinischen Fortschritt immer besser und kontrollierter begegnet werden kann.
 
Dies sollte aber nicht den Blick auf den Umstand verstellen, dass Prävention auch im Zusammenhang mit einer Frühgeburt immer noch der beste Schutz vor den negativen Begleitumständen einer Frühgeburt ist.
 
Ist eine Frühgeburt schon im Vorfeld erkennbar ?
 
Eine sichere Prognose für eine Frühgeburt kann im Vorfeld niemand stellen, jedoch können bestimmte Umstände auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für den Eintritt einer Frühgeburt hinweisen.
 
So ist eine der häufigsten Ursachen einer Frühgeburt eine Fruchtwasserinfektion, wie sie beispielsweise durch Geschlechtskrankheiten ausgelöst werden kann. Vom Genitaltrakt in Richtung  Uterus aufsteigende Keime / Infektionen können einen Blasensprung und / oder vorzeitige Wehen auslösen.  Auch kann exzessives Rauchverhalten vor und während der Schwangerschaft den Eintritt einer Frühgeburt begünstigen.
 
Weitere Ursachen einer Frühgeburt können anhaltender physischer und psychischer Stress sowie eine Plazentainsuffizienz sein.
 
Häufig lässt sich eine Frühgeburt aber auch nicht einer oder mehrerer Ursachen zuordnen und bleibt ungeklärt.  
 

Was kann gegen eine sich abzeichnende Frühgeburt unternommen werden ?

Im Vordergrund ärztlichen Handelns steht das Gewinnen von Zeit.

Folgerichtig werden daher vorzeitige Wehen (also Muskelkontraktionen) häufig medikamentös durch Wehenhemmer, sogenannte Tokolytika, unterdrückt. Da diese Wehenhemmer jedoch nicht  die Ursache der vorzeitigen Wehen, sondern nur die Wehen selbst bekämpfen, kann die Frühgeburt lediglich verzögert, nicht aber verhindert werden. Dennoch hat der Einsatz von Wehenhemmern (Tokolytika) im Rahmen einer Frühgeburt seine Berechtigung. Denn die so gewonnene Zeit verschafft dem Kind die Chance, die notwendige Lungenreife noch vor der Geburt / Frühgeburt zu erlangen.

Eine weitere Maßnahme der drohenden Frügeburt entgegenzuwirken ist die Gabe von  Glukokortikoiden (Kortison, Betamethason). Dadurch wird die Bildung des Surfactants in den Lungen des Kindes angeregt und so die Lungereife, dem entscheidenden Kriterium im Rahmen einer Frühgeburt, voran getrieben.

Eine Frühgeburt vor der 22. Schwangerschaftswoche (SSW) ist nicht überlebensfähig.

Die Überlebenschance einer Frühgeburt steigt ab der 24. Schwangerschaftswoche (SSW) in Deutschland schon auf 70 % - 80 %. 

 
 

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